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Gamet

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Gamet Artikel

Buch-Tipp: Aging Gametes: Their Biology and Pathology: Proceedings of the International Symposium of Aging Gametes, Seattle, Wash., 1973: Their Biology and Pathology Eine Beschreibung zu dem Buch "Aging Gametes: Their Biology and Pathology: Proceedings of the International Symposium of Aging Gametes, Seattle, Wash. , 1973: Their Biology and Pathology" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu...

Gameten, auch bekannt als Geschlechtszellen oder Keimzellen, sind haploide Zellen, die von sich geschlechtlich fortpflanzenden Organismen meist in besonderen Organen erzeugt werden. Der GeschlechtsAblauf besteht aus einer Verschmelzung von zwei Gameten und wird Gametogamie genannt. Das Verschmelzungsprodukt bezeichnet man Zygote.

Der Vorteil der geschlechtlichen Fortpflanzung besteht in einer Neukombination verschiedener Genome und der damit verbundenen Vergrößerung der genetischen Vielfalt der Angehörigen einer Art. Dieser Effekt ist dann besonders groß, wenn verhindert wird, dass Gameten desselben Individuums miteinander verschmelzen. Dies wird erreicht, indem die Gameten-bildenden Individuen einer Art und die von ihnen gebildeten Gameten verschiedenen Paarungstypen angehören und Gameten desselben Paarungstyps nicht miteinander verschmelzen können. Paarungstypen unterscheiden sich also in ihren physiologischen Merkmalen; häufig unterscheiden sie sich auch in ihrer Gestalt (siehe unten "Anisogameten"). Bei den meisten Arten gibt es zwei Paarungstypen, es gibt aber auch Arten mit mehr als zwei Paarungstypen.

Bei urtümlichen Lebewesen wie den einzelligen Flagellaten sehen die Gameten noch wie normale Zellen aus. Selbst bei einigen mehrzelligen Algen sind die Gameten, die miteinander verschmelzen, äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden. Man genannt solche Gameten als Isogameten und diese Art von Verschmelzung als Isogamie. Da sich Isogameten aber physiologisch unterscheiden, nämlich verschiedenen Paarungstypen angehören, bezeichnet man die miteinander verschmelzenden Zellen als +Gameten und -Gameten.

Bei den meisten Lebewesen unterscheiden sich die Gameten jedoch schon äußerlich. Man spricht dann von Anisogameten und Anisogamie. Es lassen sich kleinere, beweglichere Mikrogameten von größeren, häufig weniger beweglichen Makrogameten differenzieren. Bei der so genannten Oogamie bezeichnet man die beiden Paarungstypen als "weiblich" und "männlich". Die weibliche Geschlechtszelle ist völlig unbeweglich und wird Eizelle genannt. Sie ist um ein Vielfaches größer als die meist sehr beweglichen männlichen Geschlechtszellen, die als Spermatozoiden, Spermatozoen oder kurz Spermien genannt werden. Es gibt bei einigen Organismen aber auch unbewegliche Spermazellen, die dann Spermatiden heißen.

Bei allen höheren tierischen Lebewesen einschließlich des Menschen werden die Gameten der Weibchen Eizellen oder kurz Eier genannt, die der Männchen Spermatozoen oder Spermien. Bei diploiden Arten enthalten die Gameten jeweils ca. einen Satz Chromosomen, d.h. sie sind haploid. Es muss also während der Produktion der Gameten zu einer Reduktionsteilung (Meiose) gekommen sein. Wenn ein Spermium und ein Ei sich bei der Befruchtung vereinigen, bilden sie zusammen eine Zygote. Aus dieser diploiden Zelle entwickelt sich meistens durch mitotische Teilungen und nachfolgender Spezialisierung der aus ihr entstandenen diploiden Zellen zunächst ein Embryo und letztlich ein ausgewachsenes Individuum.

Es kann allerdings auch vorkommen, dass die entstandene Zygote - meist nach einer Ruheperiode - gleich wieder eine Meiose durchmacht und sich in vier haploide Zellen teilt. Dies ist bei sich geschlechtlich fortpflanzenden haploiden Lebewesen der Fall.

Normalerweise aber tragen die somatischen Zellen (d.h., die normalen Körperzellen) eines diploiden Organismus je einen Satz der Chromosomen des Vaters (der aus dem Spermium stammt) sowie einen der Mutter (der aus der Eizelle stammt). Die Chromosomensätze der Gameten sind jedoch nicht etwa ca. das bloße Duplikat eines Chromosomensatzes der somatischen Zellen des gametenproduzierenden Individuums; vielmehr sind sie Hybriden, die durch Rekombination von Chromosomen bei der Entstehung der Gameten ("Meiose") erzeugt werden (siehe auch Crossing Over). Diese Hybridisation hat etwas Zufälliges an sich, so dass das Genom in jedem Gameten, den das Individuum erzeugt, dazu tendiert, einmalig zu sein. Dies führt zu der genetischen Unähnlichkeit von Geschwistern.

Die Organe, in denen die Gameten produziert werden, werden bei Tieren "Gonaden", bei Pflanzen und Pilzen "Archegonien " und "Antheridien" genannt.


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